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Zoloft - gegen Depression

Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, eine erhöhte Infektionsanfälligkeit sowie das Gefühl der Minderwertigkeit und Hoffnungslosigkeit sind nur einige Symptome von Depressionen. Viele Betroffene suchen daher nach Medikamenten gegen Depressionen, die sie rezeptfrei bestellen bzw. online kaufen können.

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Zoloft ist ein Antidepressivum mit dem Wirkstoff Sertalinum. Es ist ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer und wird zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Zoloft kann auch bei Zwangs- und Panikstörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen und bei sozialer Phobie eingesetzt werden.

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Fachinformation Zoloft

Tabletten und orales Konzentrat

Selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer

Zusammensetzung

Tabletten mit Bruchrille: Sertralinum 50 mg (ut Sertralini hydrochloridum).

Excip.: Calcii hydrogenophosphas, Cellulosum microcristallinum, Hydroxypropylcellulosum, Natrii amylum glycinas, Magnesii stearas.

Tablettenüberzug: Hydroxypropylmethylcellulosum, Titanii dioxidum (E 171), Macrogolum, Polysorbatum 80.

Orales Konzentrat (vor Gebrauch zu verdünnen): Sertralinum (ut Sertralini hydrochloridum) 20 mg/ml. Excip. ad solut.: Glycerolum, Ethanolum (18 Vol.-%), Levomentholum. Antiox.: Butylhydroxytoluenum (E 321).

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Eigenschaften/Wirkungen

Sertralin hemmt in vitro die neuronale Serotonin (5-HT) Wiederaufnahme. Klinisch relevante Dosen von Sertralin hemmen die Serotonin-Aufnahme in die menschlichen Thrombozyten. Im Tierversuch zeigte Sertralin weder eine stimulierende, sedative oder anticholinerge oder kardiotoxische Wirkung.

Kontrollierte Studien zeigten, dass Sertralin weder sedierend wirkt noch das psychomotorische Verhalten beeinflusst. Im Einklang mit der selektiven 5-HT Wiederaufnahme-Hemmung, verstärkt Sertralin die catecholaminerge Aktivität nicht. Sertralin hat in vitro keine Affinität zu den cholinergen, serotoninergen, dopaminergen, adrenergen, histaminergen, GABA- oder Benzodiazepin-Rezeptoren.

Nach Einnahme von Sertralin über längere Zeit kam es im Tierexperiment zu einer verminderten Empfindlichkeit (down regulation) der noradrenergen Hirnrezeptoren. Dies wurde auch bei anderen wirksamen Medikamenten, die zur Behandlung von Depressionen, Zwangs- und Panikstörungen eingesetzt werden, beobachtet.

Pharmakokinetik

Im Bereiche von 50-200 mg Sertralin verhalten sich die pharmakokinetischen Parameter proportional zur Dosis.

Absorption

Nach 14 Tagen wurden bei einer einmal täglichen oralen Dosierung von 50-200 mg maximale Plasmakonzentrationen (C max) 4,5 bis 8,4 Stunden nach Sertralin-Einnahme gemessen. Nach einer einmaligen Einnahme von 50 mg Sertralin lag die maximale Plasmakonzentration bei durchschnittlich 12 ng/ml.

Die durchschnittliche Halbwertszeit von Sertralin variiert bei jungen und älteren Männern und Frauen zwischen 22 und 36 Stunden.

Übereinstimmend mit der terminalen Eliminationshalbwertszeit kommt es zu einer ungefähr zweifachen Akkumulation bis zum steady state, welches bei einmal täglicher Einnahme nach ungefähr einer Woche auftritt.

Nahrungsmittel haben keinen nennenswerten Einfluss auf die Bioverfügbarkeit der Tabletten und des oralen Konzentrates.

Distribution

Ungefähr 98% der zirkulierenden Substanz werden an Plasmaproteine gebunden.

Anhand von Tierstudien konnte gezeigt werden, dass Sertralin ein grosses Verteilungsvolumen aufweist.

Metabolismus/Elimination

Die Metabolisierung von Sertralin erfolgt über die P450-Isoenzyme CYP2D6 und CYP3A4. Sertralin ist ein schwacher Inhibitor von CYP2D6 und CYP3A4.

Ein grosser Teil von Sertralin unterliegt dem «first pass» Metabolismus in der Leber. N-Desmethylsertralin, der Hauptmetabolit im Plasma, ist in vitro bedeutend weniger wirksam als Sertralin (ungefähr 20mal).

In pharmakologischen in-vivo Depressionsmodellen zeigte sich, dass N-Desmethylsertralin substantiell weniger wirksam ist als Sertralin.

Die terminale Plasma-Eliminationshalbwertszeit von N-Desmethylsertralin beträgt 62 bis 104 Stunden. Sertralin und N-Desmethylsertralin werden umfassend durch oxidative Desaminierung und anschliessende Reduktion, Hydroxylierung und Glucuronid-Konjugation metabolisiert. Die daraus resultierenden Metabolite werden zu gleichen Teilen im Urin und im Stuhl ausgeschieden. Weniger als 0,2% vom Sertralin werden unverändert renal ausgeschieden.

Kinetik in besonderen klinischen Situationen

Ältere Patienten

Die Pharmakokinetik bei älteren Patienten ist ähnlich wie diejenige bei jüngeren Patienten, allerdings kann die Plasmaclearance bei älteren Patienten erniedrigt sein.

Kinder

Das pharmakokinetische Profil von Sertralin bei Kindern mit Zwangsstörungen ist vergleichbar mit demjenigen von Erwachsenen (obwohl Kinder Sertralin etwas schneller metabolisieren). Bei Kindern bis zu 12 Jahren zeigte sich bei Dosierung ohne Gewichtsadaptation eine signifikante Erhöhung von C max. Daher kann es ratsam sein, Kindern aufgrund des niedrigeren Körpergewichtes tiefere Dosen zu verabreichen (vor allem bei Kindern im Alter von 6-12 Jahren), um zu hohe Plasmaspiegel zu verhindern (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Jugendliche

In klinischen Studien war das pharmakokinetische Profil von Sertralin bei depressiven und zwangsneurotischen Patienten im Alter von 13 bis 17 Jahren ähnlich wie dasjenige bei Erwachsenen.

Leberfunktionsstörung

Sertralin wird umfassend in der Leber metabolisiert. In einer pharmakokinetischen Studie zeigten Patienten mit einer leichten stabilen Cyrrhose bei einer Mehrfachdosierung eine verlängerte Eliminationshalbwertszeit und erhöhte AUC-Werte im Vergleich zu gesunden Probanden (siehe «Vorsichtsmassnahmen»).

Niereninsuffizienz

Da Sertralin umfassend in der Leber metabolisiert wird, ist die Ausscheidung der unveränderten Substanz im Urin von untergeordneter Bedeutung.

In einer kontrollierten Studie mit 42 Patienten mit leichter bis mittlerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 30-60 ml/min) oder mittlerer bis schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 10-29 ml/min) waren die pharmakokinetischen Parameter (AUC 0-24 und C max) nach Mehrfachdosierung gegenüber der Kontrollgruppe nicht signifikant erhöht und die Halbwertszeiten waren ähnlich. Bei Patienten unter Hämodialyse kam es dagegen zu einer Verringerung der genannten Parameter sowie auch von t ½. In allen untersuchten Gruppen gab es keine Unterschiede bezüglich der Plasmaproteinbindung im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Belegte Indikationen

Sertralin ist zur Behandlung der Symptome einer leichten bis mittelschweren Depression bei ambulanten Patienten sowie zur Verhinderung von Rückfällen des initialen Depressions-Schubes oder zur Unterdrückung weiterer depressiver Episoden bei ambulanten Patienten indiziert.

Bei hospitalisierten Patienten mit schwerer Depression und erhöhtem Suizidalrisiko sind nicht genügend Daten vorhanden.

Sertralin ist zur Behandlung und (sekundären) Prävention der Zwangsstörungen indiziert. Bei Zwangsstörungen mit initialem Therapieansprechen konnte während einer bis zu zweijährigen Therapie mit Sertralin eine anhaltende Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit festgestellt werden.

Sertralin ist zur Behandlung von Panikstörungen, mit oder ohne Agoraphobie, indiziert.

Sertralin ist zur Behandlung von Zwangsstörungen bei Kindern ab 6 Jahren indiziert.

Sertralin ist zur Verminderung der Symptomatik bei chronischen Formen der posttraumatischen Belastungsstörung indiziert.

Sertralin ist für die Behandlung der sozialen Phobie (soziale Angsterkrankung) indiziert. Die Langzeitwirksamkeit bei sozialer Phobie (über 24 Wochen) ist noch nicht etabliert.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Erwachsene

Zur Behandlung von Depressionen wird bei Therapiebeginn und als übliche therapeutische Dosis eine einmal tägliche Dosis von 50 mg Sertralin empfohlen. In klinischen Studien wurden bis zu 200 mg Sertralin pro Tag verabreicht. Die Wirkung von 50 mg Sertralin pro Tag war jedoch ähnlich wie diejenige von höheren täglichen Dosen.

Zur Behandlung der Zwangsstörungen und Panikstörungen wird als minimal wirksame Dosis 50 mg Sertralin/Tag empfohlen.

Bei Patienten mit Panikstörungen, chronischen posttraumatischen Belastungsstörungen und sozialer Phobie sollte die Therapie jedoch mit 25 mg/Tag eingeleitet und nach einer Woche auf 50 mg/Tag erhöht werden.

Bei allen Indikationen kann bei ungenügendem Ansprechen auf kleine Dosen aber guter Verträglichkeit eine Dosissteigerung von 50 mg/Tag bis zu einer maximalen Tagesdosis von 200 mg in Betracht gezogen werden. Die Anpassung der Tagesdosis muss jedoch über Wochen und in Schritten von 50 mg durchgeführt werden.

Aufgrund der Eliminationshalbwertszeit von Sertralin von ca. 24 Stunden sollten Dosisänderungen nicht häufiger als einmal wöchentlich vorgenommen werden.

Wenn das optimale therapeutische Ansprechen erreicht ist, soll die kleinste wirksame Dosis beibehalten werden.

Die therapeutische Wirkung kann sich innerhalb von 7 Tagen manifestieren. Die volle Wirksamkeit tritt jedoch üblicherweise erst nach 2-4-wöchiger Therapie (bei Zwangsstörungen eher später) auf.

Während einer längeren Erhaltungstherapie sollte die niedrigste wirksame Dosis verabreicht werden. Im Verlaufe der Behandlung muss, entsprechend dem therapeutischen Ansprechen, die Dosis angepasst werden.

Die Erfahrung bei der medikamentösen Langzeitbehandlung der chronischen posttraumatischen Belastungsstörung ist noch beschränkt. Der Nutzen der Behandlung mit Zoloft sollte daher bei jedem Patienten periodisch überprüft werden.

Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)

Bei Jugendlichen mit Zwangsstörungen im Alter von 13-17 Jahren sollte die Behandlung mit 50 mg Sertralin pro Tag begonnen werden. Bei Kindern mit Zwangsstörungen im Alter von 6-12 Jahren sollte die Behandlung mit 25 mg Sertralin pro Tag begonnen werden und nach einer Woche auf 50 mg Sertralin pro Tag erhöht werden. Bei ungenügendem Ansprechen auf eine Dosis von 50 mg Sertralin pro Tag, kann die Dosis in Schritten von 50 mg auf bis zu 200 mg Sertralin pro Tag erhöht werden. Dennoch sollte bei einer Erhöhung der Dosis auf mehr als 50 mg Sertralin pro Tag das im allgemeinen geringere Körpergewicht von Kindern gegenüber demjenigen von Erwachsenen berücksichtigt werden, um eine zu hohe Dosierung zu verhindern. Infolge der Eliminations-Halbwertszeit von ca. 24 Stunden, sollte das Intervall zwischen den Dosisänderungen nicht weniger als eine Woche betragen.

Da Untersuchungen zur Wirksamkeit und Sicherheit nicht vorliegen, kann bei chronischen posttraumatischen Belastungsstörungen eine Behandlung von Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Ältere Patienten

Die normale Erwachsenen-Dosis wird empfohlen.

Niereninsuffizienz, Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen sollte Sertralin mit Vorsicht angewendet werden (siehe «Vorsichtsmassnahmen»).

Bei Patienten mit leichter bis mittlerer Leberfunktionsstörung (Child Pough Class A+B) sollte eine niedrigere Dosierung eingesetzt werden. Die Dosis ist mindestens zu halbieren.

Korrekte Art der Einnahme

Zoloft Tabletten und das orale Konzentrat können mit oder ohne Essen eingenommen werden.

Zoloft soll einmal täglich entweder am Morgen oder am Abend eingenommen werden.

Anleitung für das Handhaben des oralen Konzentrates von Zoloft:

Zoloft orales Konzentrat muss vor der Einnahme verdünnt werden.

Zoloft orales Konzentrat enthält 20 mg Sertralin pro ml. Mit der beigefügten Masspipette kann die benötigte Menge an Zoloft oralem Konzentrat entnommen und mit ungefähr 120 ml (einem Glas) Wasser, Ginger Ale, kohlensäurehaltiger oder kohlensäurefreier Zitronenlimonade oder mit Orangensaft verdünnt werden. Das Zoloft orale Konzentrat soll nicht mit anderen als den aufgeführten Getränken gemischt werden. Die Dosis sollte unmittelbar nach dem Verdünnen eingenommen werden und nicht im voraus zubereitet werden. Zuweilen kann nach dem Mischen eine leichte Trübung auftreten; dies ist normal.

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

Sertralin ist bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit auf Sertralin oder auf einen anderen Inhaltsstoff von Zoloft kontraindiziert.

Die gleichzeitige Einnahme von Sertralin und Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) ist kontraindiziert (siehe «Vorsichtsmassnahmen»).

Sertralin ist bei Patienten mit unstabiler Epilepsie oder erheblicher hepatischer Dysfunktion (Child Pough Class C) kontraindiziert.

Zoloft orales Konzentrat ist bei Verwendung von Disulfiram aufgrund seines Alkoholgehaltes kontraindiziert (siehe «Interaktionen»).

Die gleichzeitige Anwendung von Sertralin bei Patienten, welche Pimozid einnehmen, ist kontraindiziert (siehe Abschnitt «Interaktionen»).

Vorsichtsmassnahmen

Niereninsuffizienz

Da Sertralin umfassend in der Leber metabolisiert wird, ist die Ausscheidung der unveränderten Substanz im Urin von untergeordneter Bedeutung.

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz wird aber empfohlen, diese mit Vorsicht zu behandeln (siehe auch «Kinetik in besonderen klinischen Situationen/Niereninsuffizienz»).

Leberinsuffizienz

Sertralin wird umfassend in der Leber metabolisiert. Eine pharmakokinetische Studie mit wiederholter Dosierung zeigte, dass die Halbwertszeit bei Patienten mit Leberinsuffizienz der Klassen Child Pough Class A und B verlängert ist und die AUC und C max im Vergleich zu gesunden Probanden ungefähr dreimal grösser ist. Die Plasmaproteinbindung war zwischen den beiden Gruppen nicht signifikant unterschiedlich. Die Anwendung von Sertralin bei Patienten mit Lebererkrankung soll mit Vorsicht angegangen werden. Bei Patienten mit leichter bis mittlerer Leberfunktionsstörung (Child Pough Class A oder B) sollte eine niedrigere Dosierung eingesetzt werden. Die Dosis ist mindestens zu halbieren (siehe «Dosierung/Spezielle Dosierungsanweisungen»).

MAO-Hemmer

Bei Patienten, welche Sertralin kombiniert mit einem MAO-Hemmer, einschliesslich dem selektiven MAO-B Hemmer Selegilin und dem reversiblen MAO-A Hemmer Moclobemid, erhielten, sind schwere, manchmal fatale Reaktionen beschrieben worden. In einigen Fällen zeigten sich Anzeichen eines serotoninergen Syndroms, das folgende Symptome einschliesst: Hyperthermie, Rigidität, Muskelkrampf, vegetative Labilität mit möglicherweise raschen Schwankungen der Lebenszeichen, Veränderungen des Geisteszustandes einschliesslich Konfusionen, Reizbarkeit sowie extreme Agitiertheit mit Progression zu Delirium und Koma.

Deshalb sollte Sertralin nicht zusammen mit MAO-Hemmern oder innerhalb von 14 Tagen nach Beendigung einer Therapie mit MAO-Hemmern verabreicht werden. Aus dem gleichen Grunde muss nach Beendigung einer Sertralin-Therapie mindestens 14 Tage gewartet werden bis eine MAO-Hemmer-Therapie eingeleitet werden darf (siehe «Kontraindikationen»).

Andere serotoninerge Medikamente

Aufgrund einer möglichen pharmakodynamischen Interaktion darf Sertralin mit anderen Medikamenten, welche die Wirkung der serotoninergen neuronalen Übermittlung verstärken, wie andere SSRIs, Tryptophan, Fenfluramin, Sibutramin oder 5-HT-Agonisten (Triptane), nur mit Vorsicht verabreicht werden und es sollte wenn immer möglich auf eine solche Kombination verzichtet werden (siehe «Interaktionen»).

Therapieumstellung von anderen Medikamenten zur Behandlung der Depression, der Zwangsstörung oder der Panikstörung:

Es gibt wenig Erfahrung aus kontrollierten, klinischen Studien bezüglich des optimalen Zeitpunktes beim Wechsel von anderen Antidepressiva zu Sertralin, v.a. der Wechsel von einem langwirksamen Antidepressivum erfordert eine sorgfältige medizinische Abwägung.

Die allenfalls nötige behandlungsfreie Zwischenphase beim Wechsel von einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer zu einem anderen wurde nicht bestimmt (siehe «Vorsichtsmassnahmen/MAO-Hemmer»).

Aktivierung der Manie/Hypomanie

In Studien traten bei ungefähr 0,4% der mit Sertralin behandelten Patienten hypomanische oder manische Zustände auf.

Elektroschocktherapie

Es gibt keine klinischen Studien welche Aussagen machen über Nutzen und Risiko der kombinierten Anwendung der Elektroschocktherapie und Sertralin.

Vigilität/Reaktionsbereitschaft

Klinische Studien haben gezeigt, dass Sertralin das psychomotorische Verhalten in der Regel nicht beeinflusst. Medikamente zur Behandlung der Depression, der Zwangsstörung oder der Panikstörung können jedoch die psychische oder physische Fähigkeit zur Durchführung von potentiell gefährlichen Handlungen, wie das Lenken von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen, beeinträchtigen. Die Patienten sollten auf diese Gefahr entsprechend aufmerksam gemacht werden.

Sertralin soll bei Patienten, die ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen, nicht zusammen mit Benzodiazepinen oder anderen Beruhigungsmitteln verabreicht werden.

Epileptische Anfälle

Während den Studien wurde bei drei von ungefähr 4000 depressiven Patienten (ca. 0,08%) über einen epileptischen Anfall berichtet. Im klinischen Entwicklungsprogramm für Panikstörungen wurde bei Patienten unter Sertralin über keine epileptischen Anfälle berichtet. Während des Entwicklungsprogramms für Zwangsstörungen erlitten 4 von ungefähr 1800 Sertralin-exponierten Patienten (ca. 0,2%) epileptische Anfälle.

Drei dieser Patienten waren Jugendliche, zwei davon litten unter epileptischen Anfällen, bei einem Patienten traten in der Familie epileptische Anfälle auf, keiner der Patienten stand unter einer Therapie mit Antikonvulsiva.

Patienten mit kontrollierter Epilepsie sollen vorsichtig überwacht werden. Wenn epileptische Anfälle auftreten, muss die Sertralintherapie auf jeden Fall abgebrochen werden.

Suizid

Da die Möglichkeit eines Suizidversuches während einer Depression und möglicherweise bis zur vollen Remission besteht, sollten die Patienten in den frühen Therapiephasen engmaschig überwacht werden.

Um das Risiko einer Überdosierung zu verkleinern, sollte die kleinstmögliche Menge verschrieben werden.

Wegen der erwiesenen Komorbidität von Depression mit Zwangsstörung, Panikstörung, posttraumatischer Belastungsstörung und sozialer Phobie, sollten bei der Behandlung von Patienten mit diesen Störungen die gleichen Vorsichtsmassnahmen angewendet werden wie bei der Behandlung von Patienten mit Depression.

Abhängigkeit

In einer plazebo-kontrollierten, doppelblinden, randomisierten Studie zum Vergleich des Missbrauchspotentials von Zoloft, Alprazolam und D-Amphetamin im Menschen induzierte Zoloft im Gegensatz zu den zwei anderen Substanzen keine subjektiv-positiven Effekte, wie z.B. Euphorie oder Medikamenten-Vorliebe, die auf ein Missbrauchspotential hindeuten würden. Vor der Markteinführung von Zoloft zeigte die klinische Erfahrung keinerlei Tendenz für ein Entzugssyndrom oder Medikamenten-Drangverhalten. In Tierstudien zeigt Zoloft kein den Stimulantien oder Barbituraten (sedierend) ähnliches Missbrauchspotential.

Wie bei jedem ZNS-aktiven Medikament, sollte der Arzt die Patientengeschichte hinsichtlich Medikamentenmissbrauchs sorgfältig überprüfen und solche Patienten auf Zeichen von Missbrauch von Zoloft überwachen (z.B. Tole­ranz­entwicklung, Dosiserhöhung, Medikamenten-Drangverhalten).

Ein abruptes Absetzen von Sertralin kann zu Symptomen wie Schwindel, Parästhesien, Erregung, Angst, Konfusion, Tremor, Übelkeit und Schwitzen führen.

Um dies zu vermeiden, wird ein Ausschleichen der Therapie während ein bis zwei Wochen empfohlen. Es scheint sich dabei um einen Klasseneffekt der SSRIs zu handeln, der auf der Downregulation der Serotoninrezeptoren durch die SSRIs beruht. Die beschriebenen Symptome sind nicht Zeichen einer Suchtentwicklung.

Anaphylaktische Reaktionen

Über akute allergische Reaktionen (z.B. Bronchospasmus, Angioödeme, Urtikaria) wurde bei selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern berichtet.

Anwendung bei Kindern

Mehr als 250 Kinder mit Zwangsstörungen wurden in abgeschlossenen oder noch laufenden Studien mit Sertralin behandelt. Das Sicherheitsprofil von Sertralin in diesen Studien und in Studien mit erwachsenen Patienten mit Zwangsstörungen ist vergleichbar. Die Wirksamkeit von Sertralin bei Kindern mit Depressionen und Panikstörungen wurde bis jetzt in kontrollierten Studien nicht untersucht.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Sertralin bei Kindern unter 6 Jahren wurde nicht untersucht.

Anwendung bei älteren Patienten

Mehr als 500 ältere Patienten (über 65-jährige) sind in klinischen Studien behandelt worden, wobei die Wirksamkeit von Sertralin bei dieser Patientengruppe nachgewiesen werden konnte.

Die Art und Häufigkeit der Nebenwirkungen bei älteren Patienten ist vergleichbar mit denjenigen jüngerer Patienten.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaftskategorie C.

Reproduktionsstudien bei Ratten und Kaninchen wurden mit ungefähr der zwanzig- resp. zehnfachen maximalen Humandosis (mg/kg) durchgeführt. Diese zeigten keine Anhaltspunkte für eine Teratogenität.

Bei Dosen (mg/kg) von ungefähr 2,5-10mal der maximalen Tagesdosis beim Menschen wurde unter Sertralin eine Verzögerung der fetalen Ossifikationen beobachtet. Diese Störungen sind wahrscheinlich auf eine Wirkung beim Muttertier zurückzuführen.

Bei mütterlicher peri- und postnataler Einnahme von niedrigen Dosen (mg/kg ungefähr 5 mal maximale Dosis beim Menschen) nahm das neonatale Überleben ab. Eine ähnliche Wirkung auf das neonatale Überleben wurde auch für andere Antidepressiva beschrieben. Die klinische Bedeutung dieser Wirkung ist unbekannt.

Die Wirkung von Zoloft auf die Schwangerschaft ist ungenügend untersucht, weshalb Frauen im gebärfähigen Alter Sertralin nur bei zwingender Indikation anwenden und ein geeignetes Verhütungsmittel einsetzen sollten.

Da unter einem anderen selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer das Risiko von Frühgeburten und anderen perinatalen Komplikationen im letzten Trimenon erhöht war, ist grundsätzlich auch bei Zoloft mit dieser Möglichkeit zu rechnen.

Stillzeit

Da Sertralin in die Muttermilch ausgeschieden wird, sollte Zoloft stillenden Müttern nicht verabreicht werden ausser, wenn der Arzt den Nutzen höher einstuft als das Risiko.

In Fällen, wo Sertralin während der Schwangerschaft oder Stillzeit verwendet wurde, traten bei einigen Neugeborenen Absetzsymptome auf.

Unerwünschte Wirkungen

Die im folgenden aufgeführten Nebenwirkungen traten in Studien mit wiederholter Medikamenteneinnahme häufiger unter Sertralin als unter Placebo auf.

Unerwünschte Wirkungen% Patienten
Sertralin
(N= 1199)
Placebo
(N= 1207)
-------------------------------------------------------------------------------
Gastroinestinal-Trakt
Nausea23,910,6
Diarrhoe, weicher Stuhl16,48,6
Erbrechen4,11,4
Dyspepsie5,42,8
-------------------------------------------------------------------------------
Psychiatrie
Störung der Sexualfunktion beim Mann12,81
Somnolenz12,45,3
Schlaflosigkeit13,57,8
Nervosität3,61,7
Erregung4,73
Anorexie2,91,4
Störung der Sexualfunktion der Frau1,50,4
Gähnen1,30,2
-------------------------------------------------------------------------------
Zentralnervensystem
Tremor9,32,1
Schwindel10,46,1
Kopfschmerzen18,817,1
Zuckungen1,3<0,1
Hypoästhesie1,30,5
-------------------------------------------------------------------------------
Autonomes Nervensystem
Starkes Sschwitzen8,22,5
Trockener Mund14,48,8
-------------------------------------------------------------------------------
Herz/Kreislauf
Herzklopfen3,21,6
-------------------------------------------------------------------------------
Allgemein
Müdigkeit9,17,0
Heisser Flush1,90,4
Asthenie10,2
-------------------------------------------------------------------------------
Sinne
Sehstörungen3,32
-------------------------------------------------------------------------------
Harntrakt
Miktionsstörungen1,20,4
Nycturie0,7<0,1
-------------------------------------------------------------------------------
Haut
Hautausschlag1,81,2
Purpura0,50,2

Vereinzelte Fälle von Akathisie wurden berichtet.

Das in den doppelblinden, placebo-kontrollierten Studien allgemein beobachtete Nebenwirkungsprofil bei Patienten mit Zwangsstörung, Panikstörung, chronischer posttraumatischer Belastungsstörung und sozialer Phobie war ähnlich wie das in den klinischen Studien beobachtete Nebenwirkungsprofil bei depressiven Patienten.

Post-Marketing Erfahrung

Seit der Markteinführung sind folgende zusätzliche unerwünschte Ereignisse, die zeitlich mit der Zolofteinnahme korrelierten, jedoch möglicherweise ohne Kausalzusammenhang mit Zoloft aufgetreten sind, spontan gemeldet worden:

Körper als Ganzes: Allergische Reaktion, Allergie, anaphylaktische Reaktion (siehe «Vorsichtsmassnahmen»), Fieber, Unwohlsein, Gewichtszu- und abnahme.

Autonomes Nervensystem: Mydriasis.

Kardiovaskuläres System: Brustschmerzen (in Einzelfällen mit EKG-Veränderungen), periphere Ödeme, arterielle Hypertonie, Periorbitale Ödeme, Synkope, Tachykardie.

Zentrales und peripheres Nervensystem: Koma, zum Teil kombiniert mit Hyponaträmie und SIADH, Konvulsionen, Migräne, Bewegungsstörungen (einschliesslich extrapyramidale Symptome wie Hyperkinesie, muskulärer Hypertonus, Zähneknirschen (Bruxismus) oder Gang-Störungen), unwillkürliche Muskelkontraktionen, Konfusion, Parästhesie. Ebenfalls wurde über Symptome im Zusammenhang mit einem serotoninergen Syndrom berichtet, in einigen Fällen verbunden mit der gleichzeitigen Einnahme von serotoninergen Medikamenten: Agitation, Konfusion, Diaphorese, Diarrhöe, Fieber, Hypertonie, Rigidität und Tachykardie.

Endokrines System: Galaktorrhoe, Gynekomastie, Hyperprolaktinämie, Hypothyroidismus.

Gastrointestinales System: Bauchschmerzen, erhöhter Appetit, Verstopfung, Pankreatitis.

Gehör/Gleichgewichtssinn: Tinnitus.

Hämatopoietisches System: Veränderte Blutplättchenfunktion, abnorme Blutungen (wie Epistaxis, gastrointestinale Blutung oder Hämaturie), Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie.

Labor: Abnorme klinische Laborresultate.

Leber/biliär: schwere Leberereignisse (einschliesslich Hepatitis, Gelbsucht und Leberversagen), asymptomatischer Anstieg der Serumtransaminasen (SGOT, SGPT).

Metabolismus/Ernährung: Hyponaträmie (manchmal mit Symptomen eines Hirnödems bei SIADH), erhöhtes Serumcholesterol, erhöhte Triglyceride, Abfall der Serumharnsäure.

Skelett/Muskulatur: Arthralgie.

Psychiatrisch: aggressive Reaktion, Angst, depressive Symptome, Euphorie, Halluzinationen, Paroniria und Psychose.

Reproduktiv: Menstruationsstörungen.

Respirationstrakt: Bronchospasmus, Angioödeme mit Behinderung der Atmung.

Haut: Alopezie, Angioödem, lichtempfindliche Hautreaktionen, Pruritus, Hautausschlag (einschliesslich seltene Meldungen von schweren exfoliativen Hauterkrankungen wie z.B. Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme, epidermale Necrolyse), Urticaria.

Urogenital-Trakt: Gesichtsödeme, Harnverhaltung, Harn­inkontinenz, Priapismus, Ejakulationsstörungen, Anorgasmie, Erektionsstörungen, verminderte Libido.

Andere: Es wurde über folgende Symptome nach Absetzen von Sertralin berichtet, die von der zugrundeliegenden Erkrankung nicht immer unterschieden werden können: Agitation, Angst, Schwindel, Kopfschmerzen, Nausea, Parästhesie.

Interaktionen

MAO-Hemmer (z.B. Tranylcipromin)

(siehe «Anwendungseinschränkungen», «Kontraindikationen», «Vorsichtsmassnahmen»).

Pimozid

Erhöhte Pimozidspiegel wurden in einer Studie mit einer tiefen Einzeldosis Pimozid (2 mg) bei gleichzeitiger Verabreichung von Sertralin gezeigt. Diese erhöhten Spiegel waren nicht mit Änderungen im EKG assoziiert. Obschon der Mechanismus dieser Interaktion unbekannt ist, ist die gleichzeitige Verabreichung von Sertralin und Pimozid aufgrund des engen therapeutischen Fensters von Pimozid kontraindiziert.

Zoloft orales Konzentrat und Disulfiram

Solange Disulfiram im Serum vorhanden ist oder die Aktivität der Acetaldehyddehydrogenase verringert ist, führt die Einnahme von Ethanol zu einer unerwünschten Reaktion. Je nach Leberfunktion kann dieser Effekt bis zwei Wochen nach der letzten Dosis bestehen bleiben, obwohl bei üblichen Dosierungen eine Woche die eher typische Wirkungsdauer darstellt. Daher sollte Zoloft orales Konzentrat nicht in Kombination mit Disulfiram oder innerhalb von 14 Tagen nach dessen Absetzen verwendet werden (siehe «Kontraindikationen»).

Proteinbindende Medikamente

Da Sertralin an Plasmaproteine gebunden wird, muss eine mögliche Interaktion mit anderen plasmaproteinbindenden Medikamenten in Betracht gezogen werden (Diazepam, Tolbutamid und Warfarin siehe unten).

Diazepam, Tolbutamid

Mit den folgenden Medikamenten und Sertralin wurden pharmakokinetische Interaktionsstudien durchgeführt:

Die Verabreichung von Diazepam (Substrat von CYP 2C19) zusammen mit Sertralin 200 mg täglich zeigte eine statistisch signifikant stärkere Abnahme der Diazepam-Clearance in der Sertralingruppe (32%) als in der Plazebogruppe (19%). Die Komedikation von Tolbutamid (Substrat von CYP 2C9 und 3A4) mit Sertralin 200 mg täglich führte zu einer statistisch signifikanten Senkung der Clearance von Tolbutamid (16%). Die klinische Bedeutung dieser Veränderungen ist nicht bekannt.

Cimetidin

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Cimetidin und Sertralin stieg die AUC von Sertralin um 50%, die C max um 24% und die t ½ um 26% durchschnittlich an. Die klinische Bedeutung dieser pharmakokinetischen Interaktion ist unbekannt. Für Patienten, die mit Cimetidin therapiert werden, wird jedoch eine strenge Kontrolle der Dosierung von Sertralin empfohlen.

Atenolol

Sertralin hat keinen Einfluss auf die beta-adrenerg blockierende Wirkung von Atenolol.

Glibenclamid, Digoxin

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Glibenclamid oder Digoxin mit Sertralin 200 mg täglich wurden in klinischen Studien keine Interaktionen beobachtet.

Warfarin

Die gleichzeitige Verabreichung von Sertralin 200 mg täglich mit Warfarin führte zu einer geringen, jedoch statistisch signifikanten Erhöhung der Prothrombinzeit (um 7,9%). Die klinische Bedeutung ist unbekannt. Bei Beginn oder Ende einer Sertralin-Therapie sollte die Prothrombinzeit sorgfältig überwacht werden.

ZNS-Sedativa und Alkohol

Die gleichzeitige Verabreichung von Sertralin 200 mg täglich potenzierte die Wirkung von Alkohol, Carbamazepin, Haloperidol oder Phenytoin auf die kognitive und psychomotorische Leistungsfähigkeit gesunder Probanden nicht. Gleichwohl wird die Einnahme von Sertralin zusammen mit Alkohol nicht empfohlen.

Interaktionen mit Cytochrom P450 2D6

Zahlreiche Antidepressiva, z.B. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (einschliesslich Sertralin) und die meisten trizyklischen Antidepressiva, hemmen die biochemische Aktivität des Medikamentes metabolisierenden Iso-Enzyms Cytochrom P450 2D6 (Debrisoquin Hydroxylase). Dadurch können die Serumkonzentrationen von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln, welche primär durch CYP 2D6 metabolisiert werden, erhöht werden. Bei den Antidepressiva ist das Ausmass der Hemmung des Isoenzyms CYP 2D6 unterschiedlich. Deren klinische Bedeutung hängt von dem Grad der Hemmung und dem therapeutischen Index des mitverabreichten Medikamentes ab. Bei trizyklischen Antidepressiva wie Clomipramin und Desipramin sowie Klasse 1C Antiarrhythmika wie Propafenon und Flecainid handelt es sich um CYP 2D6 Substrate mit einem engen therapeutischen Index.

In Interaktionsstudien zeigten die Probanden, welche längere Zeit täglich 50 mg Sertralin eingenommen hatten, nur eine geringfügige Erhöhung der «Steady State-Serum-Konzentrationen» von Desipramin (ein Marker der CYP 2D6 Isoenzym-Aktivität). Die durchschnittliche Desipramin «Steady-State» AUC 0-24 erhöhte sich bei gleichzeitiger Verabreichung von Zoloft um 23-37%.

Medikamente, die mit anderen P450 Enzymen metabolisiert werden (CYP 3A3/4, CYP 2C9, CYP 2C19, CYP 1A2)

CYP 3A3/4: In vivo Interaktionsstudien zeigten, dass eine chronische Verabreichung von täglich 200 mg Sertralin den Metabolismus von Carbamazepin oder Terfenadin (Vorräte in Hausapotheken) nicht hemmt.

Die chronische Verabreichung von täglich 50 mg Sertralin hemmt ausserdem den über CYP 3A3/4 vermittelten Metabolismus von Alprazolam nicht. Die Resultate dieser Studien weisen darauf hin, dass Sertralin kein klinisch relevanter Hemmer von CYP 3A3/4 ist.

Sertralin ist ein schwacher Hemmstoff der CYP 2C Subfamilie.

CYP 2C9: Es gibt keine klinisch relevante Wirkung bei chronischer Verabreichung von täglich 200 mg Sertralin auf die Plasmakonzentration von Phenytoin bei Probanden.

CYP 2C19: Siehe Abschnitt Diazepam/Tolbutamid.

CYP 1A2: In vitro-Studien weisen darauf hin, dass Sertralin nur ein geringes oder kein Potential zur Hemmung von CYP 1A2 aufweist.

Lithium

In einer Placebo-kontrollierten Studie mit gesunden Probanden wurden die pharmakokinetischen Parameter von Lithium durch gleichzeitige Einnahme von Sertralin nicht signifikant verändert. Hingegen kam es in der Sertralin-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe zu einer Zunahme des Tremors, was auf eine mögliche pharmakodynamische Interaktion hinweist. Wie mit anderen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern ist Vorsicht geboten und die Patienten sind dementsprechend zu überwachen, wenn Sertralin gleichzeitig mit Medikamenten, die durch serotoninerge Mechanismen wirken können, wie z.B. Lithium, verabreicht wird.

Seit der Markteinführung wurden in Einzelfällen Erhöhungen des Lithiumspiegels unter Therapie mit Sertralin festgestellt, wobei der Mechanismus nicht klar ist.

Phenytoin (siehe auch «CYP 2C9»)

Eine plazebo-kontrollierte Studie in gesunden Probanden weist darauf hin, dass die chronische Verabreichung von täglich 200 mg Sertralin keine klinisch bedeutsame Hemmung des Metabolismus von Phenytoin bewirkt. Es wird allerdings empfohlen, die Plasmakonzentrationen von Phenytoin im Anschluss an den Beginn einer Sertralintherapie zu überwachen, mit angemessenen Anpassungen der Phenytoindosis.

Sumatriptan

Aus der Post-Marketing Überwachung liegen seltene Meldungen über Patienten vor, die nach der Einnahme von Sertralin und Sumatriptan an Schwäche, Hyperreflexie, verminderter Koordinationsfähigkeit, Konfusion, Angst und Agitation gelitten haben. Diese Symptomatik weist auf ein Serotoninsyndrom hin. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Sertralin und Sumatriptan klinisch gerechtfertigt ist, wird eine angemessene Überwachung der Patienten empfohlen (siehe «Vorsichtsmassnahmen»).

Serotoninerge Medikamente

Bis weitere Daten vorliegen, sollten serotoninerge Medikamente, wie zum Beispiel Tryptophan oder Fenfluramin, nicht zusammen mit Sertralin verabreicht werden. (Siehe «Vorsichtsmassnahmen: MAO Hemmer» und «Therapieumstellung von anderen Medikamenten zur Behandlung der Depression, der Zwangsstörung oder der Panikstörung»).

Postmarketing-Erfahrung

Seit der Markteinführung wurden isolierte, spontane Meldungen unerwünschter Ereignisse, die möglicherweise im Zusammenhang mit Medikamenteninteraktionen stehen, erhalten. Es ist allerdings nicht klar, ob diese unerwünschten Ereignisse auf die Sertralintherapie, auf eine Medikamenteninteraktion zwischen Sertralin und eine der nachfolgend aufgeführten Substanzen oder auf andere Ursachen zurückzuführen sind: Naproxen, Hydroxychloroquin, Ibuprofen, Acetaminophen, Propranolol, Clonazepam, Lachgas, Digoxin, Amiodaron, Paroxetin, Bupropion, Phenytoin, Phenobarbital, Metoclopramid, Dihydroergotamin, Zolpidem, Methylphenidat.

Klinische Studien haben jedoch keine klinisch signifikanten Effekte einer chronischen Verabreichung von 200 mg Sertralin täglich auf die Plasmakonzentration von Phenytoin und die Abwesenheit einer Interaktion zwischen 200 mg Sertralin täglich und Digoxin gezeigt (siehe «Interaktionen: Glibenclamid, Digoxin» und «Interaktionen: Medikamente, die mit anderen P450 Enzymen metabolisiert werden»).

Überdosierung

Anhand der vorliegenden Daten, hat Sertralin eine relativ grosse Sicherheitsmarge bei Überdosierung. Es liegen Berichte von Überdosierung bis zu 13,5 g ohne schwere unerwünschte Wirkungen vor. Nach Einnahme einer Überdosis Sertralin traten Todesfälle vor allem in Kombination mit anderen Medikamenten und/oder Alkohol auf. Deshalb sollte jede Überdosierung intensiv behandelt werden. Symptome einer Überdosierung schliessen über Serotonin vermittelte Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, gastrointestinale Beschwerden (wie Nausea und Erbrechen), Tachykardie, Tremor, Agitation und Schwindel, Mydriasis, Halluzinationen, Hypo- oder Hypertension und EKG-Veränderungen ein. Weniger häufig wurde über Koma berichtet.

Ein spezielles Antidot für Sertralin gibt es nicht.

Die Atemwege sollen frei gehalten werden, eine angemessene Sauerstoffzufuhr muss gesichert sein und falls nowendig soll beatmet werden. Aktivkohle, die zusammen mit einer kathartinsauren Substanz angewendet werden kann, ist gleich wirksam oder wirksamer als Erbrechen bzw. Magenspülung. Bei der Behandlung einer Überdosierung sollte dies in Betracht gezogen werden. Eine Auslösung von Erbrechen wird nicht empfohlen.

Eine Überwachung des Herzens und der Vitalzeichen sowie allgemeine symptomatische und supportive Massnahmen werden empfohlen.

Aufgrund des grossen Verteilungsvolumens von Sertralin ist die forcierte Diurese, die Dialyse, die Hämoperfusion sowie die Austauschtransfusion wahrscheinlich unwirksam.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Zoloft orales Konzentrat sollte mit keinen anderen Getränken als mit Wasser, Ginger Ale, kohlensäurehaltiger oder kohlensäurefreier Zitronenlimonade oder Orangensaft verdünnt werden.

Bemerkung

Sertralin soll ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Die mit einer Dosis Zoloft oralem Konzentrat (50 mg Sertralin) eingenommene Menge Alkohol beträgt 0,36 g.

Haltbarkeit

Lagerung bei Raumtemperatur (15-25 °C). Zoloft Tabletten und orales Konzentrat dürfen nur bis zu dem mit «Exp.» aufgedruckten Verfalldatum verwendet werden.

Zoloft orales Konzentrat darf nach Anbruch nicht länger als 48 Tage verwendet werden.

Patienteninformation

Was ist Zoloft und wann wird es angewendet?

Zoloft wirkt auf das Zentralnervensystem, indem es die Wirkung von Serotonin, einer biologischen Überträger­substanz im Hirn, verstärkt.

Zoloft wird zur Behandlung der Symptome einer Stimmungsstörung (Depression) und zur Verhütung von Rückfällen von Stimmungsstörungen (depressiven Episoden) angewendet.

Zudem können Patienten bzw. Patientinnen (Erwachsene und Kinder), welche unter zwanghaftem Verhalten (Zwangsstörungen) oder Patienten bzw. Patientinnen, welche unter Panikstörungen leiden, mit Zoloft behandelt werden.

Weiter wird Zoloft zur Behandlung von chronischen posttraumatischen Belastungsstörungen (eine Angsterkrankung, welche durch extreme traumatische Erlebnisse verursacht wird) bei Erwachsenen und bei sozialer Phobie (übersteigerte Angst vor öffentlich und gesellschaftlich exponierten Situationen) bei Erwachsenen eingesetzt.

Zoloft darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während einer Behandlung mit Zoloft ein geeignetes Verhütungsmittel anwenden.

Wann darf Zoloft nicht angewendet werden?

Zoloft darf bei Patienten bzw. Patientinnen, die auf den Wirkstoff Sertralin oder auf irgend einen Hilfsstoff von Zoloft überempfindlich sind, nicht angewendet werden.

Zoloft darf nicht gemeinsam mit gewissen Arzneimitteln gegen Depressionen oder die Parkinson'sche Krankheit (sogenannte MAO-Hemmer) oder innerhalb von 14 Tagen nach Beendigung einer Therapie mit solchen MAO-Hemmern eingenommen werden. Aus dem gleichen Grund muss nach Beendigung einer Sertralin Therapie mindestens 14 Tage gewartet werden bevor mit einer MAO-Hemmer-Therapie angefangen werden darf. Die Umstellung von Zoloft auf einen MAO-Hemmer oder umgekehrt darf nur unter sorgfältiger ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Aufgrund seines Alkoholgehaltes darf Zoloft orales Konzentrat nicht zusammen mit Disulfiram (einem Arzneimittel zur Behandlung von Alkoholmissbrauch) oder innerhalb von 14 Tagen nach Ende der Behandlung mit Disulfiram verwendet werden.

Zoloft darf nicht zusammen mit Arzneimitteln zur Behandlung von gewissen psychischen Störungen, die den Wirkstoff Pimozid enthalten, eingenommen werden.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Zoloft Vorsicht geboten?

Wenn Sie unter einer Leber- oder Nierenerkrankung oder unter einer Epilepsie leiden, dürfen Sie Zoloft nur unter strenger ärztlicher Kontrolle einnehmen. Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie während einer Behandlung mit Zoloft epileptische Anfälle bekommen.

Wenn Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen ist Vorsicht geboten und Sie müssen daran denken, dass Zoloft die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Maschinen zu bedienen beeinträchtigen kann.

Wenn Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen, sollte Zoloft nicht zusammen mit Schlafmitteln oder Beruhigungsmitteln eingenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Arzneimittel, die die Säureproduktion im Magen hemmen (z.B. Cimetidin), Arzneimittel mit Tryptophan, Migränemittel vom Triptantyp (z.B. Eletriptan, Sumatriptan), Antikoagulantien (Arzneimittel zur Blutverdünnung), Appetitzügler oder andere Arzneimittel gegen die Depression einnehmen (MAO-Hemmer: siehe «Wann darf Zoloft nicht angewendet werden?»).

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin muss die Umstellung von anderen Arzneimitteln gegen die Depression (Antidepressiva) oder von anderen Arzneimitteln gegen die Zwangsstörung auf Zoloft aufmerksam kontrollieren.

Unter der Behandlung mit Zoloft wurde gelegentlich über krankhaft gesteigerte euphorische Stimmungen (Aktivierung einer Manie) berichtet.

Die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Sertralin bei Kindern unter 6 Jahren ist nicht untersucht worden.

Die Behandlung mit Zoloft soll wegen möglicher Absetzsymptome (wie z.B. Schwindel, Empfindungsstörungen, Erregung, Angst, Verwirrung, Zittern, Übelkeit und Schwitzen) nicht abrupt beendet werden.

Während einer Behandlung mit Zoloft sollten Sie keinen Alkohol konsumieren.

Zoloft orales Konzentrat enthält 18 Vol.-% Alkohol. Bei Beachtung der empfohlenen Dosierung (50 mg Sertralin pro Tag) werden bei jeder Einnahme bis zu 1,4 g Alkohol zugeführt (bei Erwachsenen und Kindern). Ein gesundheitliches Risiko besteht u.a. für Leberkranke, Alkoholkranke, Epileptiker, Hirngeschädigte, Schwangere, Stillende sowie für Kinder beim Überschreiten der speziellen Kinderdosis. Die Wirkung anderer Arzneimittel kann verstärkt oder beeinträchtigt werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen!

Darf Zoloft während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?

Schwangere Frauen dürfen Zoloft nur auf ausdrückliche Verschreibung des Arztes oder der Ärztin einnehmen.

Die Einnahme von Zoloft während der Stillzeit wird nicht empfohlen.

Sie müssen Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, wenn Sie schwanger sind, mit einer Schwangerschaft rechnen oder stillen.

Wie verwenden Sie Zoloft?

Halten Sie sich genau an die Verordnungen des Arztes oder der Ärztin.

Erwachsene

Die üblicherweise wirksame Dosis beträgt 50 mg einmal täglich (eine Tablette zu 50 mg oder 2,5 ml orales Konzentrat).

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird die Anfangsdosis entsprechend Ihrem Befinden festlegen.

Die Anfangsdosis bei der Behandlung der Panikstörung, der chronischen posttraumatischen Belastungsstörung und der sozialen Phobie beträgt 25 mg (eine halbe teilbare 50 mg-Tablette oder 1,25 ml orales Konzentrat) täglich. Diese Dosis wird von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin nach einer Woche auf 50 mg täglich erhöht werden.

Kinder und Jugendliche, welche unter zwanghaftem Verhalten (Zwangsstörung) leiden

Die Startdosis sowie die normalerweise wirksame Dosis für Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren betragen 50 mg einmal täglich (eine Tablette zu 50 mg oder 2,5 ml orales Konzentrat). Die Startdosis für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren beträgt 25 mg einmal täglich (eine halbe teilbare 50 mg-Tablette oder 1,25 ml orales Konzentrat) und kann nach einer Woche auf 50 mg einmal täglich erhöht werden.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann die Dosis in 50 mg Schritten, über einen Zeitraum von Wochen, von 50 mg (eine Tablette zu 50 mg oder 2,5 ml orales Konzentrat) auf maximal 200 mg (vier Tabletten zu 50 mg oder 10 ml orales Konzentrat) steigern. Die Dosis darf nicht in kleineren Zeitabständen als einer Woche verändert werden.

Zoloft Tabletten und das orale Konzentrat können mit oder ohne Essen eingenommen werden.

Zoloft sollte einmal täglich entweder am Morgen oder am Abend eingenommen werden.

Die therapeutische Wirkung kann sich innerhalb von 7 Tagen zeigen. Die volle Wirksamkeit jedoch tritt üblicherweise erst nach 2-4-wöchiger Behandlung (bei Zwangsstörungen etwas später) auf.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eine zu hohe Dosis Zoloft eingenommen haben.

Anleitung für das Handhaben des oralen Konzentrates von Zoloft

Zoloft orales Konzentrat muss vor der Einnahme verdünnt werden.

Mit der beigefügten Masspipette kann die benötigte Menge an Zoloft oralem Konzentrat entnommen und mit ungefähr 120 ml (einem Glas) Wasser, Ginger Ale, kohlensäurehaltiger oder kohlensäurefreier Zitronenlimonade oder mit Orangensaft verdünnt werden. Das Zoloft orale Konzentrat soll nicht mit anderen als den aufgeführten Getränken gemischt werden. Die Dosis sollte unmittelbar nach dem Verdünnen eingenommen werden und nicht im voraus zubereitet werden. Zuweilen kann nach dem Mischen eine leichte Trübung auftreten; dies ist normal.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Zoloft haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Zoloft auftreten:

Magendarm-Trakt: Übelkeit, Durchfall/dünner Stuhl, Erbrechen, Verdauungsstörung, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung, erhöhter Appetit.

Psychische Störungen: Störung der Sexualfunktion, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Erregtheit, Gähnen, Euphorie, unangenehme Träume.

Nervensystem: Zittern, gesteigertes Schwitzen, trockener Mund, Schwindel, Kopfschmerzen, Zuckungen, vermindertes Tastgefühl, Pupillenvergrösserung, unwillkürliche Muskelkontraktionen.

Herzkreislauf: Herzklopfen, Blutdruckerhöhungen, Schwellungen der Glieder.

Allgemeines: Müdigkeit, Hitzeanfälle, Schwäche, Fieber, Brustschmerzen, Ohnmacht, Nasenbluten, Gewichtszu- oder Abnahme, Unwohlsein.

Sinne: Sehstörung, Ohrengeräusche (Tinnitus).

Bewegungsapparat: Gelenkschmerzen.

Harnwege: Störung beim Wasserlösen, nächtliches Wasserlassen, unfreiwillige Harnabgabe (Harninkontinenz).

Hautleiden: Ausschlag, Hautblutung, lichtempfindliche Hautreaktionen.

Andere

In seltenen Fällen:

Störungen des Salz- und Flüssigkeitshaushaltes z.B. mit Verwirrtheit, Krampfanfällen, Bewegungsstörungen, Leberfunktionsstörungen, Gelbsucht, Milchfluss und Störungen der Regelblutung, Vergrösserung der Brustdrüsen beim Mann.

Selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen auf. Diese äussern sich z.B. mit juckendem Hautausschlag, Nesselfieber, Asthma, allergischen Schwellungen von Haut und Schleimhäuten. Falls eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt, konsultieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin und setzen Sie das Arzneimittel ab.

Selten wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet, welche auch ein Zeichen der Grundkrankheit sein können: Gefühlsstörungen wie z.B Kribbeln, depressive Symptome, Halluzinationen (Sinnestäuschung), aggressive Reaktion, Angst.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Zoloft orales Konzentrat sollte mit keinen anderen Getränken als mit Wasser, Ginger Ale, kohlensäurehaltiger oder kohlensäurefreier Zitronenlimonade oder Orangensaft verdünnt werden.

Zoloft orales Konzentrat darf nach Anbruch nicht länger als 48 Tage verwendet werden.

Zoloft soll ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Zoloft soll bei Raumtemperatur (15-25 °C) aufbewahrt werden.

Zoloft darf nur bis zu dem auf der Packung mit «Exp» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Zoloft enthalten?

Tabletten mit Bruchrille: Sertralin 50 mg (als Hydrochlorid).

Hilfsstoffe: Kalzium-Hydrogenphosphat, mikrokristalline Zellulose, Hydroxypropyl-Zellulose, Natriumstärkeglykolat, Magnesiumstearat, Hydroxypropylmethyl-Zellulose, Polyethylenglykol, Polysorbat 80, Titandioxid (E 171).

Orales Konzentrat: Sertralin (als Hydrochlorid) 20 mg/ml.

Hilfsstoffe: Glyzerol, Alkohol (18 Vol.-%), Levomenthol, Butylhydroxytoluol (E 321).

Bei hexmed können Sie Zoloft online und rezeptfrei kaufen.

Zoloft (50mg Tabletten)

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Zoloft

Zoloft (50mg Tabletten)
Hersteller: Pfizer
Wirkstoff: Sertralinum

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